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Persönlichkeitsstörung als emotionale TLS
Zusammenfassung
Inhalt
Sind Persönlichkeitsstörungen Ausdruck grundlegender Einschränkungen emotionaler Fähigkeiten? Der Workshop stellt das Konzept emotionaler Teilleistungsstörungen (TLS) vor und eröffnet eine alternative Perspektive auf die Entstehung und das Verständnis von Persönlichkeitsstörungen. Im Mittelpunkt stehen Störungen der Affektqualität und Affektregulation, etwa unangemessene emotionale Reaktionen, übermäßige Affektintensität, emotionale Kälte oder Affektlabilität. Anhand verschiedener Persönlichkeitsstörungen wird verdeutlicht, wie emotionale Besonderheiten Wahrnehmung, Denken und zwischenmenschliches Verhalten beeinflussen und problematische Beziehungsmuster aufrechterhalten können.
Methoden
Fachlicher Impulsvortrag, klinische Fallbeispiele, gemeinsame Fallreflexion, kurze praktische Übungen und kollegiale Diskussion.
Ziel/Nutzen
Der Workshop vermittelt eine differenzierte Perspektive auf Persönlichkeitsstörungen und ihre emotionalen Grundlagen. Das Konzept emotionaler Teilleistungsstörungen bietet Anregungen, auffällige Reaktionsmuster besser zu verstehen, diagnostisch einzuordnen und therapeutische Schwierigkeiten aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
Literatur
Vilain M, Linden M. Persönlichkeitsstörungen sind emotionale Teilleistungsstörungen – Pro & Kontra. Pro. Psychiatr Prax. 2012;39(6):259–260. doi:10.1055/s-0032-1305092.
Zielgruppe
Psychologische Psychotherapeut:innen
Ärztliche Psychotherapeut:innen
Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
Fachärzt:innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Psychotherapeut:innen in Weiterbildung
Über den/die Referent:in
Prof. Dr. Michael Linden
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael Linden ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, führt die Zusatztitel Rehawesen und Sozialmedizin und ist Psychologischer Psychotherapeut.
Er hat in Mainz und Berlin Medizin und Psychologie studiert und bei Prof. Dr. D. Langen, Mainz, promoviert. Die Facharztausbildung hat er an der Neurologischen und Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin absolviert. Er hat sich dort bei Prof. Dr. H. Helmchen habilitiert und war leitender Oberarzt der Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin. Er war Research Fellow an der University of Pennsylvania, Philadelphia, USA, bei Prof. A. T. Beck und Prof. K. Rickels. Er war Leiter der Abteilung Verhaltenstherapie und Psychosomatik am Rehazentrum Seehof der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Er leitet an der Medizinsichen Klinik m.S. Psychosomatik der Charité Universitätsmedizin Berlin die Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation. Er ist ärztlicher Weiterbildungsleiter am Institut für Verhaltenstherapie Berlin.
Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Linden sind psychoreaktive Störungen (z.B. Verbitterungsreaktionen), Angsterkrankungen (z.B. Arbeitsplatzphobie), Psychotherapieforschung (z.B. Weisheitstherapie) und Rehabilitations- und Versor-gungsforschung (z.B. ICF). Er ist Mitglied in nationalen und internationalen Fachgesellschaften und verschiedenen Fachgremien (z.B. Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie). Er hat mehr als ein Dutzend Wissenschaftspreise erhalten und über 500 wissenschaftliche Arbeiten und 20 Bücher publiziert.