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Kränkung & Verbitterung
Zusammenfassung
Inhalt
Kränkungen, Ungerechtigkeit und Vertrauensbruch können tiefe seelische Verletzungen hinterlassen. Während Verbitterung zunächst eine normale menschliche Reaktion darstellt, kann sie sich zu einer schwerwiegenden psychischen Belastung entwickeln. Der Workshop beleuchtet die Entstehung und Aufrechterhaltung von Verbitterungsreaktionen sowie die Posttraumatische Verbitterungsstörung. Thematisiert werden typische Symptome, verletzte Grundannahmen, diagnostische Schwierigkeiten und therapeutische Herausforderungen durch Aggression, Rückzug und anhaltenden Fatalismus.
Methoden
Fachlicher Impulsvortrag, klinische Fallbeispiele, gemeinsame Fallreflexion, kurze praktische Übungen und kollegialer Austausch.
Ziel/Nutzen
Der Workshop schärft den diagnostischen Blick für Verbitterungsreaktionen und erleichtert ihre Abgrenzung von anderen psychischen Störungen. Die Analyse verletzter Grundannahmen eröffnet neue Perspektiven auf therapeutisch schwer zugängliche Patienten. Konkrete Anregungen unterstützen eine differenzierte Gesprächsführung und die Entwicklung individueller Behandlungsansätze.
Literatur
Linden M. Verbitterung und Posttraumatische Verbitterungsstörung. 2. Aufl. Göttingen: Hogrefe; 2023.
Über den/die Referent:in
Prof. Dr. Michael Linden
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael Linden ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, führt die Zusatztitel Rehawesen und Sozialmedizin und ist Psychologischer Psychotherapeut.
Er hat in Mainz und Berlin Medizin und Psychologie studiert und bei Prof. Dr. D. Langen, Mainz, promoviert. Die Facharztausbildung hat er an der Neurologischen und Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin absolviert. Er hat sich dort bei Prof. Dr. H. Helmchen habilitiert und war leitender Oberarzt der Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin. Er war Research Fellow an der University of Pennsylvania, Philadelphia, USA, bei Prof. A. T. Beck und Prof. K. Rickels. Er war Leiter der Abteilung Verhaltenstherapie und Psychosomatik am Rehazentrum Seehof der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Er leitet an der Medizinsichen Klinik m.S. Psychosomatik der Charité Universitätsmedizin Berlin die Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation. Er ist ärztlicher Weiterbildungsleiter am Institut für Verhaltenstherapie Berlin.
Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Linden sind psychoreaktive Störungen (z.B. Verbitterungsreaktionen), Angsterkrankungen (z.B. Arbeitsplatzphobie), Psychotherapieforschung (z.B. Weisheitstherapie) und Rehabilitations- und Versor-gungsforschung (z.B. ICF). Er ist Mitglied in nationalen und internationalen Fachgesellschaften und verschiedenen Fachgremien (z.B. Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie). Er hat mehr als ein Dutzend Wissenschaftspreise erhalten und über 500 wissenschaftliche Arbeiten und 20 Bücher publiziert.
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