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Verbitterung – Wenn Kränkungen nachwirken und sich dennoch Perspektiven öffnen
13.02.2027, 09:00 - 16:00
Zusammenfassung
Inhalt
Verbitterung kann nach erlebter Ungerechtigkeit, Kränkung oder Vertrauensbruch entstehen und bei hoher Ausprägung erhebliches psychisches Leiden verursachen. Der Workshop stellt Verbitterungsreaktionen und die Posttraumatische Verbitterungsstörung vor, erläutert typische Symptome, verletzte Grundannahmen und die Abgrenzung etwa zu Depression, Angststörung oder PTBS. Thematisiert werden auch therapeutische Herausforderungen durch Rückzug, Aggression und Fatalismus. Im Mittelpunkt stehen die anhaltende Beschäftigung mit erlittenem Unrecht, intrusive Erinnerungen und der Verlust von Handlungszuversicht. Gerade die Vielfalt möglicher Beschwerden erschwert die Diagnose und verlangt eine differenzierte Betrachtung der Entstehungsbedingungen.
Methoden
Fachvortrag, klinische Beispiele, Fallreflexion, Diskussion und praktische Übungen.
Ziel/Nutzen
Ein geschärfter Blick für Verbitterungsreaktionen erleichtert die Abgrenzung von anderen Störungsbildern und die Erarbeitung individueller Fallkonzeptionen. An klinischen Beispielen werden verletzte Grundannahmen und aufrechterhaltende Faktoren analysiert. Daraus lassen sich konkrete Ansatzpunkte für die Gesprächsführung und ein angemessenes therapeutisches Vorgehen ableiten.
Literatur
1. Linden M. Verbitterung und Posttraumatische Verbitterungsstörung. 2. Aufl. Göttingen: Hogrefe; 2023.
Zielgruppe
Psychologische Psychotherapeut:innen
Ärztliche Psychotherapeut:innen
Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
Fachärzt:innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Psychotherapeut:innen in Weiterbildung
Über den/die Referent:in
Prof. Dr. Michael Linden
Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Michael Linden ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, führt die Zusatztitel Rehawesen und Sozialmedizin und ist Psychologischer Psychotherapeut.
Er hat in Mainz und Berlin Medizin und Psychologie studiert und bei Prof. Dr. D. Langen, Mainz, promoviert. Die Facharztausbildung hat er an der Neurologischen und Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin absolviert. Er hat sich dort bei Prof. Dr. H. Helmchen habilitiert und war leitender Oberarzt der Psychiatrischen Klinik der Freien Universität Berlin. Er war Research Fellow an der University of Pennsylvania, Philadelphia, USA, bei Prof. A. T. Beck und Prof. K. Rickels. Er war Leiter der Abteilung Verhaltenstherapie und Psychosomatik am Rehazentrum Seehof der Deutschen Rentenversicherung Bund.
Er leitet an der Medizinsichen Klinik m.S. Psychosomatik der Charité Universitätsmedizin Berlin die Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation. Er ist ärztlicher Weiterbildungsleiter am Institut für Verhaltenstherapie Berlin.
Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Linden sind psychoreaktive Störungen (z.B. Verbitterungsreaktionen), Angsterkrankungen (z.B. Arbeitsplatzphobie), Psychotherapieforschung (z.B. Weisheitstherapie) und Rehabilitations- und Versor-gungsforschung (z.B. ICF). Er ist Mitglied in nationalen und internationalen Fachgesellschaften und verschiedenen Fachgremien (z.B. Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie). Er hat mehr als ein Dutzend Wissenschaftspreise erhalten und über 500 wissenschaftliche Arbeiten und 20 Bücher publiziert.
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