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Psychohygiene und Selbstfürsorge für Psychotherapeut:innen
Zusammenfassung
Eine gelingende Psychotherapie hängt in bedeutendem Maße von unspezifischen Wirkfaktoren, wie z.B. der Güte der therapeutischen Beziehung ab. In diesem Beziehungsgeschehen sind wir gefordert, uns auf die Bedürfnisse der PatientInnen einzulassen und bringen doch immer auch unsere eigene Geschichte mit und unsere eigenen alltäglichen Herausforderungen.
Wie also können wir einer möglichen Überforderung aktiv entgegenwirken?
In der psychotherapeutischen Arbeit kommen TherapeutInnen stets mit leidvollen Geschichten der PatientInnen in Kontakt. Eine gute Psychohygiene und Selbstfürsorge kann für eine wichtige Regeneration sorgen, bzw. Resilienz stärken. Dies wirkt im Sinne einer burnout-Prophylaxe.
TherapeutInnen sollten im Sinne von Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomenen über Kenntnis und Beruhigungsmöglichkeiten eigener Lebensthemen verfügen. Im therapeutischen Prozess werden sie sich dann weniger emotional verwickeln. Selbstmitgefühl und Mitgefühl für andere bedingen sich wechselseitig und fließen in den therapeutischen Prozess ein.
Im Seminar werden wir dafür wichtige Themen diskutieren und durch Selbsterfahrungselemente ins eigene Erleben bringen, denn „Wissen alleine reicht nicht“. Die Schwerpunkte ergeben sich aus den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen.
- Warum bin ich PsychotherapeutIn geworden?
- Eigene Ressourcen
- Wahrnehmung und Verstehen von Übertragungs- und Gegenübertragungs-phänomenen
- Distanzierung und Abgrenzung
- Innere antreibende u/o abwertende Anteile
- Wichtige Anker in der therapeutischen Arbeit
Über den/die Referent:in
Dipl.-Psych. PP Martina Hahn
Frau Hahn ist seit 1999 approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit Schwerpunkt auf tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie. Nach mehreren Jahren Tätigkeit in einer Praxengemeinschaft führt sie seit 2003 ihre eigene Praxis in Neuss. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Behandlung von Traumafolgestörungen, gestützt durch ein spezialisiertes Curriculum sowie die Akkreditierung in Spezieller Psychotraumatherapie (DeGPT).
Seit 2014 ist sie als Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin im Verfahren der Tiefenpsychologie anerkannt und begleitet Psychotherapeut*innen in Ausbildung und Praxis. Zudem wirkt sie seit 2015 als Dozentin für Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie (PITT) an der APP Köln sowie weiteren Instituten im deutschsprachigen Raum und ist seit 2018 Lehrtherapeutin für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.
Weitere Themenschwerpunkte umfassen die Behandlung komplexer Traumafolgestörungen, würdeorientierte Psychotherapie sowie Selbstfürsorge und Psychohygiene für Therapeut:innen.