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Stabilisierung in der Arbeit mit komplexen Traumafolgestörungen: Konfrontation ist nicht alles
Zusammenfassung
Konfrontation mit bislang abgewehrten Affekten zu traumatischen Erfahrungen bringt Betroffene in Kontakt mit einem Ausmaß und einer Intensität von erlebter Bedrohung, die gerade bei schweren, komplexen Traumafolgestörungen schnell überflutend erlebt werden kann.
Integration von bislang abgewehrtem Material ist aber nur dann möglich, wenn es bewusst erlebt und gehalten werden kann.
Demzufolge geht es bei der Konfrontationsfokussierten Arbeit nicht um das Konfrontieren an sich, sondern darum, dass der stabile Erwachsene in der Lage ist, aufkommende Affekte so zu regulieren, dass im window of tolerance Lernen stattfinden kann.
Wir wollen in dem Seminar erarbeiten, was alles zur Stabilisierungsarbeit gerechnet werden kann, um zu verstehen, dass auch in der Stabilisierung eine ausreichend distanzierte Konfrontation stets passiert. Und gerade hierüber die Fähigkeit geschaffen wird, dass der Patient/die Patientin in die Lage versetzt wird, einzelne Traumaszenen detailliert und kleinschrittig zu konfrontieren, ohne affektiv geflutet und somit wieder in die Dissoziation gedrängt zu werden.
- Distanzierung von Hier/Jetzt zu Damals/Dort
- Beobachterhaltung
- Ressourcenaktivierung
- Gegengewichte zu inneren Schreckenswelten
- Ego-state-Ansatz
- Versorgung so genannter jüngerer, verletzter Ich-Anteile
- Arbeit mit malignen Introjekten
Über den/die Referent:in
Dipl.-Psych. PP Martina Hahn
Frau Hahn ist seit 1999 approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit Schwerpunkt auf tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie. Nach mehreren Jahren Tätigkeit in einer Praxengemeinschaft führt sie seit 2003 ihre eigene Praxis in Neuss. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Behandlung von Traumafolgestörungen, gestützt durch ein spezialisiertes Curriculum sowie die Akkreditierung in Spezieller Psychotraumatherapie (DeGPT).
Seit 2014 ist sie als Supervisorin und Selbsterfahrungsleiterin im Verfahren der Tiefenpsychologie anerkannt und begleitet Psychotherapeut*innen in Ausbildung und Praxis. Zudem wirkt sie seit 2015 als Dozentin für Psychodynamisch-Imaginative Traumatherapie (PITT) an der APP Köln sowie weiteren Instituten im deutschsprachigen Raum und ist seit 2018 Lehrtherapeutin für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.
Weitere Themenschwerpunkte umfassen die Behandlung komplexer Traumafolgestörungen, würdeorientierte Psychotherapie sowie Selbstfürsorge und Psychohygiene für Therapeut:innen.
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