Leitende Psychologin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Verwaltungsprofessur Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsmedizin Göttingen
Über zweieinhalb Jahrzehnte hat sich das Mild Cognitive Impairment (MCI) zunehmend nicht nur wissenschaftlich, sondern auch klinisch etabliert und dabei verschiedene Konzeptualisierungen – zuletzt mit einer zunehmend stärker biologischen Ausrichtung – erfahren. Nahezu unverändert blieben jedoch die klinischen MCI-Kriterien, die zudem auf neuropsychologischer Ebene unterschiedliche Operationalisierungen und damit eine validere Einordnung kognitiver Veränderungen als MCI ermöglichen. Obwohl das klinische Syndrom MCI prinzipiell weit gefasst ist, findet es vorrangig Verwendung bei Betroffenen im höheren Lebensalter als Risiko- oder Prodromalstadium eines demenziellen Syndroms. Zuletzt haben sich in diesem Kontext für das MCI zunehmend präventive und medikamentöse als auch nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen ergeben.
Leitende Psychologin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Verwaltungsprofessur Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsmedizin Göttingen