Kategorien:
Besondere sexuelle Interessen – Zwischen Vielfalt, Tabu und Verantwortung
06.03.2027, 09:00 - 16:00
Zusammenfassung
Inhalt
Sexuelle Interessen sind vielfältig und entsprechen nicht immer gesellschaftlichen Normen. Der Workshop vermittelt einen wissenschaftlich fundierten Überblick über paraphile Interessen und besondere sexuelle Präferenzen. Im Mittelpunkt stehen die diagnostische Einordnung nach ICD-11 und DSM-5, die Abgrenzung zwischen sexueller Vielfalt und behandlungsbedürftigen Störungen sowie das Spannungsfeld zwischen Akzeptanz und Verantwortung. Thematisiert werden Einvernehmlichkeit, Selbstbestimmung, Leidensdruck, mögliche Risiken für Dritte und präventive Interventionsmöglichkeiten.
Methoden
Fachliche Impulsvorträge, praxisnahe Fallbeispiele, praktische Übungen, angeleitete Selbstreflexion, Kleingruppenarbeit und kollegialer Austausch.
Ziel/Nutzen
Der Workshop stärkt die diagnostische und therapeutische Handlungssicherheit bei besonderen sexuellen Interessen. Vermittelt werden konkrete Ansätze, um sensible Themen offen und wertfrei anzusprechen, Scham abzubauen, Risiken angemessen einzuschätzen und professionelle Grenzen zu wahren. Die Reflexion eigener Haltungen und Unsicherheiten fördert eine respektvolle, verantwortungsbewusste therapeutische Praxis.
Zielgruppe
Psychologische Psychotherapeut:innen
Ärztliche Psychotherapeut:innen
Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
Fachärzt:innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Psychotherapeut:innen in Weiterbildung
Über den/die Referent:in
Dr. Laura Kuhle
Laura F. Kuhle ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde in Verhaltenstherapie und zusätzlichen Weiterbildungen in Sexual- und Paartherapie, dialektisch-behavioraler Therapie und Traumatherapie. Sie arbeitet in eigener Privatpraxis für Psychotherapie, Paar- und Sexualtherapie in Berlin sowie am Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Ihre klinischen Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Traumafolgestörungen und sexuellen Störungen. Darüber hinaus forscht und publiziert sie zu sexuellen Präferenzstörungen und sexuellen Traumafolgestörungen. Als Dozentin und Supervisorin ist sie in nationalen und internationalen Fort- und Weiterbildungsformaten tätig.