Ererbter Stress, gespaltene Welten – Wege zur Versöhnung mit sich und anderen
Zusammenfassung
Zwischen „Hauptsache Funktionieren" und dem Wunsch nach inneren Heilungsprozessen tiefer und alter Wunden bewegen sich die meisten Menschen hin und her. Auch in Gesellschaften findet sich dieses Phänomen und äußert sich in Ablenkungsphasen, Rechts-Links-Diskussionen und Verwerfungsprozessen, die häufig Unverständnis („Stell dich nicht so an!") und vulnerabel narzisstisches „Gesehen werden wollen" als Extreme erzeugen.
Wieso bedingt das eine das andere – und was sollen wir daraus an Erkenntnissen ableiten? Was können wir von psychotherapeutischen Erfahrungen der „Arbeit auf der inneren Bühne" für den inneren Versöhnungsprozess bei Individuen wie in sozialen Gemeinschaften lernen?
Könnte es helfen, wenn wir uns als Protagonisten einer notwendigen persönlichen und gesellschaftlichen Inszenierung betrachten, die entweder zu radikalen Lösungen neigt oder durchaus schmerzhafte Prozesse von „kleinstem gemeinsamen Nenner", Kompromiss-Suche bis hin zu Täterintrojekt- und Trauma-Prozess-Arbeit enthält – um zu neuen, kreativen Veränderungen zu führen?
Mit Möglichkeiten für Fragen und Falldiskussionen.
Über den/die Referent:in
PP Michaela Huber
Michaela Huber, Jahrgang 1952, ist Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung, niedergelassen in Kassel. Sie ist seit 1995 Vorsitzende einer Traumafachgesellschaft (DGTD e.V.), seit 2020 auch Vorsitzende der "Bundesarbeitsgemeinschaft für bedarfsgerechte Nothilfe" (BAGbN) und Autorin zahlreicher Fachbücher zu Trauma und Traumafolgen, etwa "Trauma und die Folgen", "Wege der Traumabehandlung", "Der Feind im Innern", "Viele Sein" oder "Der innere Ausstieg".
Diese Veranstaltungen könnten Sie auch interessieren
-
Dipl.-Kfr. Anne Hewelt -
Kategorien:
Funktionelle Ausscheidungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen und deren Behandlungsmethoden
Dr. phD Justine Hussong und PD Dr. Monika Equit -
Kostenfrei