Behandlungsplanung bei Komplextrauma
Zusammenfassung
„Jeden Tag eine andere Baustelle“ – so oder ähnlich klagen viele KollegInnen über die Schwierigkeit, die Behandlung bei Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen auch nur einigermaßen planen zu können.
Häufig ist so viel los, von akuten Krisen bis zu Flashbacks von frühen Schrecken, dass man das Gefühl bekommen kann, immer nur mit Feuerlöschen beschäftigt zu sein. In diesem Seminar geht es um die ganz konkreten Schritte, die aus diesem Dilemma herausführen. Dabei gilt es, von außen nach innen – von destruktiven Bindungen bis zum inneren Boykott – zu arbeiten und am Horizont handfeste Verbesserungen in Gegenwart und Zukunft anzupeilen.
Wie immer liegt der Teufel im Detail, und genau dem wollen wir uns widmen, damit operationalisierbare Veränderungsschritte erarbeitet und überprüft werden können.
Mit Möglichkeiten der Fallbesprechung
Weitere Informationen
Es wurden Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer beantragt, welche auch für Mitglieder der Ärztekammer anerkannt werden.
Über den/die Referent:in
PP Michaela Huber
Michaela Huber, Jahrgang 1952, ist Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin und Ausbilderin in Traumabehandlung, niedergelassen in Kassel. Sie ist seit 1995 Vorsitzende einer Traumafachgesellschaft (DGTD e.V.), seit 2020 auch Vorsitzende der "Bundesarbeitsgemeinschaft für bedarfsgerechte Nothilfe" (BAGbN) und Autorin zahlreicher Fachbücher zu Trauma und Traumafolgen, etwa "Trauma und die Folgen", "Wege der Traumabehandlung", "Der Feind im Innern", "Viele Sein" oder "Der innere Ausstieg".