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Traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie – Vergangenes verarbeiten, Gegenwart zurückgewinnen
29.05.2027, 09:00 - 16:00 Prof. Dr. Michael Linden
Inhalt
Anhaltende Trauer kann mit intensivem Leidensdruck und deutlichen Einschränkungen im Alltag einhergehen. Der Workshop erläutert Symptomatik, Entstehungs- und Aufrechterhaltungsmechanismen sowie diagnostische Kriterien nach ICD-11 und DSM-5-TR. Besonderes Augenmerk gilt der Abgrenzung normaler Trauerprozesse von Depression und PTBS sowie evidenzbasierten psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten. Die Diagnostik berücksichtigt Dauer, Intensität und Auswirkungen der Trauerreaktion sowie die persönliche Verlustgeschichte. Behandlungsansätze werden mit dem individuellen Trauerprozess und typischen Schwierigkeiten therapeutischer Gespräche verbunden.
Methoden
Kurze Theorieimpulse, Fallbeispiele, klinische Reflexion und praktische Übungen zu Gesprächsführung und Interventionen.
Ziel/Nutzen
Anhand klinischer Beispiele wird die Unterscheidung zwischen normaler und anhaltender Trauer sowie die Abgrenzung zu Depression und PTBS geschärft. Der Workshop vermittelt unmittelbar nutzbare Ansätze für Psychoedukation, Gesprächsführung und individuelle Behandlungsplanung. So können belastende Trauerverläufe differenzierter begleitet und gezielt behandelt werden.
Psychologische Psychotherapeut:innen
Ärztliche Psychotherapeut:innen
Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie
Fachärzt:innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Psychotherapeut:innen in Weiterbildung
Laura Hofmann ist Psychologische Psychotherapeutin mit Fachkunde in Verhaltenstherapie und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Medical School Berlin. Ihre klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Trauerforschung und Trauerbehandlung, insbesondere nach Suizid und assistiertem Suizid, sowie in der Suizidprävention. Seit 2022 leitet sie eine Spezialambulanz für Suizidprävention in Berlin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der psychotherapeutischen Begleitung von Menschen nach schweren Verlusterfahrungen und mit Ansätzen zur Vorbeugung suizidaler Krisen. Dabei verbindet sie wissenschaftliche Forschung mit ambulanter Versorgung.