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Beeinträchtigung Sozialer Kognitionen bei erworbenen Hirnschädigungen: Einführung in die Diagnostik
Zusammenfassung
Soziale Kognitionen umfassen eine Bandbreite von kognitiven und affektiven Prozessen, die es uns ermöglichen, in interpersonellen Kontexten soziale Signale zu erkennen (z.B. Emotionserkennung), die Gefühle und Gedanken anderer zu erschließen und zu interpretieren (Empathie/ Theory of Mind) sowie in sozialen Situationen adäquat zu handeln. Bei einer Reihe von psychischen Erkrankungen treten Beeinträchtigungen dieser Prozesse auf. In den letzten Jahren werden zunehmend auch bei Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen Probleme im Bereich Sozialer Kognitionen untersucht.
Das Webinar fokussiert nach einer allgemeinen Einführung in das Konzept und die Studienlage zu Beeinträchtigungen bei psychischen und neurologischen Erkrankungen schwerpunktmäßig auf die Diagnostik soziokognitiver Störungen. Dabei werden sowohl die Einordnung in die Diagnosesysteme thematisiert als auch Testverfahren vorgestellt, die verschiedene Komponenten soziokognitiver Störungen erfassen.
Über den/die Referent:in
Prof. Dr. Patrizia Thoma (PP)
Nach dem Studium der Psychologie und der Promotion im Bereich der Klinischen Neuropsychologie absolvierte Frau Prof. Dr. Patrizia Thoma einen einjährigen Forschungsaufenthalt am University College London, wo sie als Post-Doktorandin Soziale Kognitionen erforschte. Parallel zu ihrer wissenschaftlichen Laufbahn erwarb sie die Approbation als Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) und die Zusatzbezeichnung „Klinische Neuropsychologie“ (Psychotherapeutenkammer NRW). Als Leiterin der Neuropsychologischen Hochschulambulanz an der Ruhr-Universität Bochum sowie Weiterbildungsbefugte ist sie aktiv an der neuropsychologischen Versorgung von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen sowie an der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Psychotherapeut:innen beteiligt. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sozialen Kognitionen und psychosozialen Anpassung.