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Neurodivergenz am Beispiel von Autismus
Zusammenfassung
In der Gesellschaft wird eine immer größere Sensibilität für Neurodivergenz geschaffen, wodurch auch in den psychotherapeutischen Behandlungen zunehmend mehr die Diagnose Autismusspektrum berücksichtigt werden muss. Da eine Neurodivergenz keine Krankheit ist, zielen die Psychotherapien nicht darauf ab zu "heilen", sondern die Betroffenen und deren Familien adäquat unterstützen zu können. Der erste Schritt hierbei ist das Erkennen, so dass auch mögliche Camouflage-Strategien innerhalb der Fortbildung beleuchtet werden. Unsere spezialisierte Fortbildung bietet Ihnen praxisorientiertes Wissen und gibt Raum für den Austausch über bisherige Therapieansätze, um die Betroffenen individuell zu fördern und ihnen zu mehr Lebensqualität zu verhelfen, in dem die spezifischen Bedürfnisse mitberücksichtigt werden.
Inhalt dieses Kurses ist ein umfassender Überblick über Autismusspektrum unter Einbezug der Diagnostik und Differenzialdiagnostik, den Behandlungsleitlinien sowie den geschlechtsspezifischen Unterschieden. Darüber hinaus soll ein Hauptaugenmerk auf Besonderheiten in der therapeutischen und ggf. beraterischen Zusammenarbeit mit Patient*innen und dem System liegen. Während dieser praxisorientierten Fortbildung gibt es immer auch Zeit für eigene Fragestellungen und den gemeinsamen Austausch.
Ziel der Fortbildung ist es mehr Sicherheit
- im Erkennen und verstehen von Betroffenen,
- in der Erarbeitung von individuellen, alltagstauglichen Unterstützungsmöglichkeiten
- in der Arbeit mit Bezugspersonen zu erlangen.
Über den/die Referent:in
KJP Anika Stitz
Ausbildung
2007–2010 Studium Soziale Arbeit (B.A.) an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
2010–2014 berufsbegleitendes Masterstudium Klinische Sozialarbeit (M.A.) an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und der
Hochschule in Coburg
2014-2018 Weiterbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin am Institut für Verhaltenstherapie Berlin
2021-2023 Fortbildung zur Supervisorin am Institut für Verhaltenstherapie Berlin
2022-2024 Weiterbildung zur Gruppenpsychotherapie an der Berliner FortbildungsAkademie GbR
Berufliche Erfahrung
Während des Studiums habe ich in einer Pflegeeinrichtung gearbeitet und hierbei erste inklusive Modellprojekte mit unterstützt (Wohnen mit Intensivbetreuung). Nach dem Bachelorabschluss arbeitete ich als Sozialarbeiterin in einem Intensiv betreuten Wohnen (24-Stunden-Betreuung) für chronisch psychisch kranke Erwachsene und Klient*innen aus dem Krankenhaus des Maßregelvollzugs. Hier konnte ich viele Erfahrungen sammeln, z. B. im Netzwerken oder auch im Umgang mit Krisen. Seit 2014 arbeite ich ausschließlich mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ich habe Erfahrung in der Diagnostik, Behandlung verschiedenster Störungsbilder und Problematiken sowie Erfahrungen mit dem sogenannten Skillstraining (DBT-A). 2020/21 absolvierte ich eine Weiterbildung zur Schematherapeutin und 2022 eine Weiterbildung zur Gruppentherapeutin. Nebenberuflich bin ich als Dozentin, Supervisiorin und Selbsterfahrungsleiterin an Weiterbildungsinstituten (u.a. Insitut für Verhaltenstherapie (IVT), Berliner Fortbildungsakademie (BFA), Institut für Integrative Psychotherapieausbildung Berlin (IPB)) tätig.