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Autismus in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie - eine Orientierung für die Praxis
Zusammenfassung
Die psychotherapeutische Arbeit mit autistischen Kindern und Jugendlichen ist häufig von Unsicherheit, Missverständnissen und hartnäckigen Vorannahmen geprägt. Gerade im hochfunktionalen Bereich bleiben Autismus-Spektrum-Störungen oft unerkannt oder werden missverstanden, was den therapeutischen Prozess erschweren kann. Auch das häufige Vorhandensein von Komorbiditäten erhöht die Komplexität in Diagnostik und Behandlung.
Diese Fortbildung lädt dazu ein, einen differenzierten Blick auf Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes- und Jugendalter zu entwickeln und sich dem „echten“ Autismus jenseits von Klischees anzunähern. Das Seminar stellt bewährte Methoden aus der verhaltenstherapeutischen Praxis vor und veranschaulicht diese anhand zahlreicher Fallbeispiele. Es bietet Raum für fachlichen Austausch und Reflexion eigener Haltungen und Fragen aus dem therapeutischen Alltag. Ziel ist es, Psychotherapeut:innen mehr Sicherheit im Umgang mit autistischen Kindern und Jugendlichen zu geben und sie in einer autismusfreundlichen und wirksamen Behandlung zu stärken.
Ziele der Fortbildung:
- Sicher und vorurteilsfrei mit Autismus umgehen
- Ideen für Behandlungsziele erarbeiten
- Therapeutische Beziehungen individuell gestalten
- Leitliniengetreue Therapieansätze wirksam an autistische Bedürfnisse anpassen
- Arbeit mit Bezugspersonen konstruktiv integrieren
Über den/die Referent:in
KJP Dipl.-Päd. Nadja Termos
Dipl.-Päd. Nadja Termos ist approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (Verhaltenstherapie) mit eigener Praxis in Köln und Düsseldorf und seit fast 20 Jahren in der Arbeit mit Autismus-Spektrum-Störungen tätig. Ihre berufliche Erfahrung reicht von Schulbegleitung, Familienhilfe und Autismustherapie bis hin zur heutigen psychotherapeutischen Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen. In ihrer Lehrpraxis liegt ein besonderer Schwerpunkt auf autismusspezifische Behandlungen im Einzel- und Gruppensetting. Neben ihrer Praxistätigkeit engagiert sie sich als Dozentin an KJP-Instituten und Schulen sowie als Supervisorin für Psychotherapeut:innen und Fachkräfte der Jugendhilfe. In ihren Fortbildungen legt sie Wert auf Praxisnähe, Austausch und eine Haltung, die Sicherheit vermittelt und Mut macht, sich in der Psychotherapie mit komplexen Störungsbildern zu beschäftigen.
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