Kategorien:
ADHS-Medikation in der Praxis: Stimulanzien, therapeutische Entscheidungswege und Umgang mit Nebenwirkungen
Zusammenfassung
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter, treten jedoch auch bei Erwachsenen zunehmend in den Fokus, sei es durch fortbestehende Symptome oder durch spätere Erstdiagnosen. Der Vortrag gibt einen strukturierten Einblick in die pharmakologischen Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen eines multimodalen Therapiekonzepts. Im Mittelpunkt stehen sowohl Stimulanzien, wie Methylphenidat, als auch nicht-stimulierende Wirkstoffe wie Atomoxetin. Es werden therapeutische Entscheidungswege, praktische Einsatzgebiete und der Umgang mit typischen Nebenwirkungen sowie sicherheitsrelevanten und alltagspraktischen Aspekten vermittelt. Die Veranstaltung richtet sich an Fachpersonen, die ihr Wissen zur evidenzbasierten medikamentösen Therapie der ADHS vertiefen oder aktualisieren möchten.
Über den/die Referent:in
Dr. med. Dipl.-Psych. Thomas Riemer
Herr Dr. Riemer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und seit 2017 sowohl am Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie als auch in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am St. Hedwig-Krankenhaus tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die Arzneimitteltherapiesicherheit – insbesondere arzneimittelinduzierte psychische Störungen –, klinisch-pharmakologische Konsile, universitäre Lehre sowie die Leitung der interdisziplinären Fallkonferenz der Gedächtnissprechstunde.
Zuvor war er mehrere Jahre als Assistenzarzt in der Psychiatrie, Gerontopsychiatrie und Neurologie sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Psychologie tätig. Er verfügt über umfassende Erfahrung in der stationären und ambulanten Versorgung, der neuropsychologischen Diagnostik, im Studienmanagement sowie in der akademischen Lehre.
Dr. Riemer ist promovierter Mediziner (magna cum laude), Diplom-Psychologe und wurde mehrfach für innovative Lehrprojekte ausgezeichnet. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen psychische Nebenwirkungen von Arzneimitteln, therapeutisches Drug Monitoring, Schmerzmanagement sowie Wirkstoffeffekte in Kohorten- und Interventionsstudien. Darüber hinaus ist er als freier Dozent in verschiedenen Bereichen der Psychopharmakologie, Klinischen Psychologie und Neurowissenschaften tätig.