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ADHS im Erwachsenenalter - Psychoanalytische Zugänge
Zusammenfassung
Das Seminar beleuchtet ADHS im Erwachsenenalter aus psychoanalytischer Perspektive: Wie strukturieren Aufmerksamkeit, Zeiterleben und Affektregulierung die Subjektivität jenseits eines rein symptomorientierten Verständnisses? Anhand klinischer Fallvignetten werden neurodivergente Aufmerksamkeits- und Energieprofile im Spannungsfeld von Diagnose, Identität und Begehren diskutiert. Fortlaufend wird die Interdependenz neurobiologischer und psychodynamischer Faktoren mit ihren therapeutischen Implikationen einbezogen. Die Fallvignetten bieten praxisnahe Einblicke in Chancen und Grenzen psychoanalytischer Arbeit.
Der Inhalt ist so konzipiert, dass Therapeut:innen unabhängig vom Verfahren (VT, TP, AP, ST) unmittelbar profitieren können. Komplexere analytische Theorien stelle ich bei Bedarf in einem von mir verfassten Text zum Nachlesen zur Verfügung.
Über den/die Referent:in
PP Michel Lahoud
Michel Lahoud (er/ihm) ist Psychoanalytiker und Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis in Freiburg. Er wurde im Libanon geboren und arbeitet heute mit einer transkulturellen und neurodivergenzsensiblen Haltung. Nach dem Psychologiestudium (u. a. IPU Berlin, Université de Strasbourg, Université Paris 8) absolvierte er seine psychotherapeutische Ausbildung am AWI des Universitätsklinikums Freiburg. Er arbeitet LGBTQIA+-affirmativ und bietet analytische Einzel- und Gruppentherapien sowie Begleitung und Indikationsstellungen für trans Personen an. Seine eigenen ADHS-Merkmale haben ihn dazu geführt, Brücken zwischen Psychoanalyse und Psychiatrie zu schlagen, um neurodivergente Erfahrungen genauer und gerechter zu verstehen.
Mehr unter: www.lahoud.de