Corona als (re)traumatisierende Erfahrung

Prof. Dr. Luise Reddemann

Corona als (re)traumatisierende Erfahrung: Vulnerable Menschen können Corona als traumatisierende bzw. retraumatisierende Erfahrung erleben und entsprechende Symptome entwickeln. Insbesondere vielfach traumatisierte Menschen können die Einschränkungen und natürlich die Bedrohung durch das Virus als extreme Belastung erfahren. Anhand von Fallbeispielen will ich im Vortrag darauf eingehen, wie wir als PsychotherapeutInnen hier hilfreich sein können.

Fortbildungspunkte: 3

Wann: 09.05.2022, 18:00Uhr

Preis: 60,00€

Über Dozent:

Luise Reddemann studierte in Freiburg, München und Köln und führte nach der Ausbildung zur Nervenärztin seit Mitte der 1970er-Jahre eine psychotherapeutische Praxis im rheinischen Düren. In Düsseldorf bildete sie sich zur Psychoanalytikerin weiter. Von 1985 bis 2003 leitete sie die Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin des Ev. Johannes-Krankenhauses in Bielefeld. Dort entwickelte sie gemeinsam mit dem Behandlungsteam der Klinik die Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie. Ihr Interesse gilt einer integrativen Psychotherapie, deshalb bildete sie sich in verschiedenen imaginativen und körpertherapeutischen Verfahren weiter. Besondere Verdienste erwarb sie sich in der Behandlung von chronisch und komplex traumatisierten Patienten. Von 2003 bis 2015 war sie Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Lindauer Psychotherapiewochen, von 2005 bis 2013 auch Sprecherin des Beirats der Lindauer Psychotherapiewochen. Luise Reddemann setzt sich seit Jahren besonders für eine „frauengerechte Psychotherapie“ ein. Seit Juni 2007 ist sie Honorarprofessorin für Psychotraumatologie und psychologische Medizin an der Universität Klagenfurt.